© Sandra Trost

Lieferhelden

Ein Service-Outtake aus der Corona-Zeit: Lieferangebote, die nicht gehalten werden. Warum Erwartungen und Kommunikation über Vertrauen und Kundenbindung entscheiden.
Ein 75jähriger alleinstehender Geschäftsmann nimmt in Zeiten von Corona erfreut einen Flyer mit Lieferangeboten eines in den letzten Jahren häufig besuchten Restaurant im Umkreis aus seinem Briefkasten. Neben Mittagsgerichten werden auch Dinge des täglichen Bedarfs wie WC-Papier, Nudeln, Mehl und vorgekochte Gerichte zum wieder erwärmen anboten. „Tolle Sache in Zeiten von Corona, da decke ich mich zur Abwechslung des Speiseplans mal mit ein paar Gerichten ein.“ Gesagt, getan: Heute gibt es Spargel als Mittagsangebot. Also ruft er direkt an und bestellt das Tagesgericht – weiter kommt er nicht ob der Frage von wo aus er anrufe… beim Nennen der Adresse sagt die Dame vom Restaurant „oh das lohnt sich für uns mittags nicht, abends können wir das vielleicht anbieten“ … „Wieso verteilen Sie dann Ihren Flyer bei mir?“ „Wir probieren das gerade aus.“
Schade, da kommt wohl niemals mehr ein Geschäft zustande.